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Tabakkonzerne könnten die letzten Zweifel ausräumen

Tabakkonzerne drängen mit eigenen E-Zigaretten auf den Markt. Zwar gilt diese Industrie als verrufen, sie könnte uns jedoch als Teamspieler auffallen.

Das Ende der Nachbarschaftsstreitigkeiten

Spricht man den Einfluss von Tabakkonzernen an, wird zu oft gleich abgewunken. Stehen diese sogar im Verdacht die E-Zigarette Steine in den Weg gelegt zu haben. Vom Veranlassen von Studien, welche Raucher vom Umstieg absehen lassen sollten, bis hin zur Einflussnahme auf die Politik, stehen die wildesten Vorwürfe im Raum. Die E-Zigarette ist jedoch nicht bezwungen worden. Das Dampfen erlebt einen riesigen Zulauf. Die Umsätze der Händler steigen in ungeahnte Höhen. 1 2 Ein Umstand, den auch die Tabakriesen nicht ignorieren können.

Die größten Tabakkonzerne der Welt positionieren sich neu. So warnt Philip Morris (Marlboro, L&M u.w.) selbst vor den Gefahren der Zigarette und präsentiert alsbald auch in Deutschland die hauseigene E-Zigarette IQOS. Als Werbeträger sollen die Piloten des Formel 1 Rennstalls Ferrari dienen. Reemtsma/Imperial Tobacco (John Play­er, Gau­loi­ses, West, Da­vid­off u.w.) baut hierzulande ein Werk in dem die neue Blu E-Zigarette, bzw dessen Kartuschen, hergestellt werden sollen. 500 neue Stellen werden an diesem Standort geschaffen. Gleich der Qualität der Produkte darf allein der politische Einfluss, den ein umsatzstarkes Unternehmen nehmen kann, als Lichtblick für alle Dampfer dienen.
Denn noch sind nicht alle Hürden genommen. Gerade Deutschland verkennt, besser missachtet, das Potential der E-Zigarette, auch in Hinsicht auf die Marktwirtschaft.[^3] Letztere leidet seit Jahrzehnten unter Leistungseinbußen aufgrund des Tabakkonsums. Leidtragende sind in erster Instanz selbtredend die Raucher, die ein Leben unter der Last der Nebenwirkungen dieses Konsums führen und an den Folgen mit hoher Wahrscheinlichkeit sterben werden.3 Ein Zustand, der nicht weiter anhalten darf.

Nun, da auch diejenigen Teil des Geschäfts werden, denen es einst ein Dorn im Auge war, sollte die Öffentlichkeitsarbeit besagter Unternehmen die Diskussion um die E-Zigarette noch lebendiger machen. Wie und was passieren wird, mögen wir uns gar nicht ausmalen. Eins scheint jedoch sicher: Philips Morris, Reemtsma und Co wissen, welche Schalter umgelegt werden müssen, damit Deutschland endlich aufwacht.
Gerade in Hinsicht auf weitere (nötige) Studien, welche mögliche Schadstoffe ausschließen, bzw. den Fabrikanten auf die Füße treten, die Herstellungsverfahren zu verbessern, sollten die Neuankömmlinge mit finanzieller Unterstützung vorantreiben. Mit der höchstwahrscheinlichen Masse an weiteren, der E-Zigarette Positives zuschreibenden, Studien, kann sich weder das Bundesinstitut für Risikobewertung, noch das Gesundheitsministerium weiterhin so ignorant zeigen.

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