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Joyetech eGrip 2

Raucht der seine Hand? So anschmiegsam wie sich die eGrip 2 hergibt, finden wir nur wenige E-Zigaretten vor. Ihr Wert liegt in der Komplettlösung. Ein eingebauter Tank, fester Akku und die typische Joyetech Software sollen dieses Modell für jeden zugänglich machen. Ob Joyetech der beliebten eGrip einen gebührenden Nachfolger geschnitzt hat, zeigt der Test.

Joyetech eGrip II Testbericht

Die eGrip in ihrer Erstausführung folgte dem lautgewordenen Kundenwunsch nach einer kompakten E-Zigarette. Sie traf auf so hohe Beliebtheit, dass es nur eine Frage der Zeit war, bis ein Nachfolgemodell erscheinen sollte. Die eGrip 2 wollte die Bauform des Vorgängers größtenteils übernehmen. Im Auge der Entwickler stand, das Gerät auf den neusten Stand der Technik zu bringen. Inwieweit das Vorhaben gelungen ist und ob man als Besitzer einer eGrip 1 zur neuen Variante greifen sollte, zeigt der E-Zigaretten Test zur eGrip 2.

Das ist neu

Die eGrip will ihre Konstruktion größtenteils beibehalten. Was sich für den Verbraucher ändert, ist der Zugang zur Operation. Zwar finden sich noch immer mechanische Drucktasten als Auslöser der E-Zigarette vor, diese gewinnen jedoch an Funktion. So findet sich in der eGrip 2 ein Display, welches die bekannte Joyetech Software zugänglich macht. Um das Menü zu bedienen finden sich drei Tasten auf der Seite des Displays. Wir bemerken also Zweierlei: zum Einen versteht sich von selbst, dass eine hohe Nutzerfreundlichkeit weitere Tasten benötigt, zum anderen finden sich hier aber auch neue mögliche Fehlerquellen wieder. Beispielsweise könnten Tasten die Funktion verweigern. Die Funktionstasten sind eine der häufigsten Gründe, warum eine E-Zigarette das zeitliche segnet. So gilt es für uns genau zu überprüfen, wie beständig sich diese Zeigen. Wir haben die eGrip nun seit einem Jahr in stetiger Nutzung, allerdings nicht in dem Umfang, der einen Stresstest für die Tasten darstellt. Bislang zeigen sich keinerlei Einschränkungen in der Bedienung.

Die Software selbst erlaubt, im Gegensatz zur eGrip 1 das nahezu stufenlose regeln der Leistung. Die eGrip 2 ist mit 80 Maximalleistung ausgestattet; ein mehr als ausreichender Wert für nahezu alle Endnutzer. Über die unteren Bedienmöglichkeiten lässt sich die gewünschte Stärke einstellen.
Weiteres lässt die Software allerdings nicht zu. Besondere Einstellungsmöglichkeiten: Fehlanzeige. Diese sind selbstredend oftmals nicht nötig oder gar gewünscht. Von daher stellt sich die Frage, ob die besagten neuen (möglichen!) Fehlerquellen überhaupt von Nöten sind. Leider findet sich keine leistungsstarke eGrip im Sortiment von Joyetech, die ohne Display auskommt.

Ebenfalls neu ist ein Adapter, der das Anbringen eines separaten Tanks erlaubt. Dieser blockiert jedoch den inbegriffenen, im Gehäuse befindlichen Tank. Dies stellt keinen wirklichen Kritikpunkt dar, sondern dient der Satz der Erklärung für unsere Leser.

Der Aufbau selbst

Die Joyetech eGrip ist eine gewollt eigenwillige Konstruktion. Sie soll so gestaltet sein, dass eine möglichst kompakte E-Zigarette möglich gemacht wird. Hierzu wurde der Tank (fasst 3,5 ml Liquid) in das Gehäuse eingelassen, um an Höhe zu verlieren und somit eher in die Breite, bzw. Tiefe zu gehen. Mission accomplished. Um die Modifikationsmöglichkeiten nicht zu vernachlässigen, wird besagter Adapter mitgeliefert. Wir meinen jedoch, dass ein solcher das Prinzip der eGrip in Frage stellt und somit nur einer handvoll Verbraucher dienlich sein dürfte.

Das Display der eGrip ist recht hübsch in die Seite der eGrip 2 eingelassen. Auch die Funktionstasten fügen sich dem Bild, so dass eine wahrhaftig moderne Optik zustande kommt. Das Display selbst veranschaulicht den Betrieb der E-Zigarette. Vom Akkustand über die aktuelle Leistung bis hin zu einer Uhr im Standby-Modus, hält sich Joyetech softwaretechnisch zurück. Uns gefällt das fast puristisch anmutende Menü. Es tut das was es soll, ist übersichtlich und verkompliziert die Sache nicht.

Weiter im Text. Die eGrip kommt mit einem fest verbauten Akku daher. Diese stehen in Verruf, da ihre Kapazität bei wiederholtem und aber um aber wiederholten Aufladen nachlässt. Wir befürchten jedoch, dass eher die Technik überholt sein wird, als dass eine schmale Akkukapazität zum Neukauf veranlasst. Die Kapazität des Akkus beträgt 2100mAh. Wie die Vergleichswerte zeigen, gibt es auch spendablere festverbaute Akkus. Bei ausgiebiger Nutzung wird man mit der eGrip schnell zum Ende kommen. Für Vieldampfer ist ein Gerät mit fest verbauten Akkus grundsätzlich nicht zu empfehlen.
Für Gelegenheitsdampfer, oder unterwegs ist die eGrip jedoch vollkommen „ausreichend“, eher noch zufriedenstellend. Sagen wir es so: mehr geht immer, muss aber nicht.

Der eGrip 2 Praxistest

Stellen wir uns vor, dass die eGrip nun zu uns nach Hause flattert. Eine fleissige Brieftaube bringt sie noch in dieser Stunde zu uns und wir dürfen auspacken. Nachdem wir dem Täubchen salutiert haben und uns dem Päckchen gewidmet haben, soll eine Inspektion des Lieferumfangs stattfinden und den darauffolgenden Praxistest einleiten.
Lieferumfang

  • 1x Joyetech eGrip 2
  • 2x Mundstück
  • verschiedene Ersatzcoils (Unterschied in Ohm)
  • 1x Ladekabel (USB)
  • Papierkram
  • Adapter zur Anbringung eines externen Tanks

Kennt man sich?

Können wir davon ausgehen, dass die eGrip 2 sich der zweifelsohne soliden eGrip 1 gleicht und lediglich mehr Leistung aufweist. Keine Frage, der Leistungsbonus ist nicht nur eine nette Idee, sondern definitiv gefordert. Heutzutage hätte die eGrip 1 keinen Platz mehr auf dem Markt.
Wer sich etwas in unsere bisherigen Tests eingelesen hat, wird generelle Schwierigkeiten mit modernen E-Zigaretten bemerkt haben, die es in vorherigen Generationen noch nicht gab. Die neugewonnene höhere Leistung beförderte nicht nur mehr Dampf durch das Mundstück, sondern in tragischerweise vielen Fällen auch heißes Liquid. Es kommt zu Spritzern, den sogenannten „Spitbacks“.
Wir mussten auch bei der eGrip 2 dieses Phänomen feststellen. Joyetech hat mit seiner aktuellen Produktreihe durch die Bank Probleme mit den Spitbacks. Das Problem lässt sich nur dann lösen, wenn das Sieb, welches das Problem eigentlich beseiteigen sollte, von überschüssigem Liquid befreit wird; eine mühselige Aufgabe.

Ebenfalls ärgerlich sind auslaufende Tanks. Hiervon ist die eGrip 2 bereits wegen ihrer Konstruktion ausgeschlossen. Der Tank ist fest verbaut und genießt eine Luftzufuhr von oben.

Kaufen oder nicht?

Wir haben also ein schwerwiegendes Problem mit der eGrip 2 ausmachen können. Dieses Problem zeigt sich jedoch auch in nahezu allen anderen E-Zigaretten der aktuellen generation. Angesichts dieser Umstände ist die eGrip dennoch eine gute Wahl. Wer gänzlich auf Probleme verzichten mag, wird vor eine sehr knappe Auswahl gestellt, welche Sonderwünsche, wie eine kompakte Bauform, nicht erfüllt. Wir haben speziell für diese Sachlage eine Liste angelegt, die sich auch in Zukunft aktuell halten wird (automatisch). Sollte sich die Auswahl in der Zukunft also erweitern, erweitert sich auch besagte Liste. Unser Ratschlag lautet also sich eines Produkts dieser Auflistung zu bedienen oder in den sauren Apfel zu beissen und mit den Problemen der eGrip 2 zu leben.

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