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Joyetech ATOPACK Penguin

Joyetech schießt über das Ziel hinaus und kann das Produkt nicht mit der nötigen Qualität versichern. Die Zukunft muss warten.

Videotest

Joyetech war mal?

Joyetech hat uns einst mit den fortschrittlichsten E-Zigaretten versorgt. Es war einzig und allein Joyetech, welche die Entwicklung von E-Zigaretten vorangetrieben haben. Zum Zeitpunkt, als der Leistungszuwachs in den Dampfen Einzug erhielt, wollte der Hersteller mit klugen Lösungen die Konkurrenz in Schach halten. Das Ende vom Lied dürfte allen bekannt sein. Joyetech hat sich übernommen. Mit zahlreichen E-Zigaretten, einer ganzen Produktpalette hat Joyetech auf das falsche Pferd gesetzt. Eher ein Llama. Denn die Geräte spuckten Liquid aus. Die sogenannten Spitbacks waren und sind noch heute ein Phänomen, dass bei Blasenbildung auftritt. Beim Platzen dieser Blasen kommt das zum Austritt von Liquid aus dem Mundstück - direkt in den Mund des Anwenders. Ein sich wiederholender Moment, der Wut aufkommen ließ.

Der Pinguin will mit der Vergangenheit brechen

Die Ursache besagter Blasenbildung konnte man in der Konstruktion des Verdampfers erkennen. Joyetech versuchte das Auslaufen von Tanks durch Top-Coil-Systeme zu eliminieren. Es entstand das besagte Problem. Joyetechs neuer Penguin hat allerdings nichts von all dem angenommen. Weder ein auslaufender Tank, noch Spitbacks sind hier eine Sorge. Tatsächlich scheint es so, als würde der Penguin Joyetech zu alter Stärke zurückführen können. Die Zielgruppe sind definitiv Neueinsteiger und Gelegenheitsdampfer, die zu treuen Kunden geformt werden sollen. Man muss sagen, dass auch mir persönlich die Joyetech Penguin anfangs gut gefallen hat. Mir sagt die Idee einer einfachen E-Zigarette mit großem Tank doch zu. Das Kartuschensystem ist ebenfalls nett. Sollen wir auch noch über die formschöne Aufmachung sprechen? Zeigen wir die Bilder.

Was ist das alles

Neuartige Coils

Um der neuen Formgebung einer E-Zigarette wie der Penguin gerecht zu werden, wollen einige Geschicke abgefragt werden. Hauptsächlich ist es eine besondere Gestaltung des Verdampferkopfes, der gleichzeitig als Dichtung des Tanks dient. Was als Lösung dienlich sein kann, fordert jedoch augenscheinlich ein Nachsehen mit der Qualität des Coils, wie wir später herausfinden sollten.

8ml oder 2ml? Keine Frage

Dieser Coil schließt sich im Aufbau der E-Zigarette also dem Tank an. Dieser kommt mit einem fest verbauten Driptip (Mundstück) daher. Die EU und TDP2 Konforme Version des Tanks ist auf 2ml Fassungsvermögen limitiert. Demnach gilt es, sollte es zum Kauf kommen, die Augen aufzuhalten. Wir gehen davon aus, dass man sich dem TDP2, welche eine maximale Füllleistung eines Tanks von 2ml vorsieht, rebellisch gegenüberstellt. Es ist sehr wohl möglich die große Variante käuflich zu erwerben. Daher wollen wir auf diese näher eingehen.

Wie harmonisch ist die Joyetech Penguin abgestimmt?

Ein großer Tank, wie ihn der Penguin liefert, ist ohne Frage begehrenswert. Allerdings ist der Nutzen, den man aus einem solchen ziehen kann auch von den weiteren Eigenschaften der E-Zigarette abhängig. So verfügt der ATOPACK Penguin über eine Akkukapazität von gerade mal 2000mAh. Gepaart mit einer Leistung von 50 Watt stellt sich die Frage, wie die Attribute der Penguin miteinander harmonieren.
In Hinsicht auf den Tank können wir keine Minuspunkte verteilen. Natürlich ist er angesichts der Akkuleistung so groß, dass er gleich mehrere Ladezyklen überstehen wird. Aber kann ein Tank zu groß sein? Wir wissen es nicht.
Die abgerufene Leistung von 50W wird in diesem Akku keinen verlässlichen Partner finden. Für diese Leistung ist er einfach zu klein gehalten. Auch die Akkugröße ist auf die Formgebung und erforderte Kompaktheit zurückzuführen. Selbst der bulligere Bruder der Penguin, namens Dolphin, kann hier nur 100mAh mehr abrufen. Um diesem Umstand einen Hoffnungsschimmer entgegenzusetzen, kommt der Pinguin mit einer Schnellladefunktion daher. Derjenige, der sich in der nähe einer Stromquelle aufhält, wird auch beim Laden des Geräts Dampfen können. Uns sind solche Maßnahmen nicht gut genug. Ein rundes Produkt zwingt sich kein Design auf. Das Design sollte der Technik folgen.

Die Joyetech Penguin im Einsatz

Wie bereits in einem Nebensatz angesprochen war ich anfangs recht angetan von meinem neuen Freund. So konnte ich doch einige Tage mit dem Gerät verbringen, ohne dass es mir auffällig geworden wäre, dass etwas nicht so ganz stimmig ist. Ich hatte die rosarote Brille auf. Zur gleichen Zeit waren noch der SMOK Stick, die Eleaf iJust Nexgen und die Eleaf iStick Pico 25 bei mir. Wer würde hier die Penguin vorziehen?

Mir war der Traum einer einfachen, formschönen und ebenso leistungsfähigen E-Zigarette ein großer. Der Griff in die Sterne, die sich abzeichnende Zukunft schien mir in den Händen zu liegen. Da ignorierte ich doch glatt die vielen Schattenseiten der Penguin. Tatsächlich wurden die anderen Produkte erstmal beiseite gelegt. Ich hatte somit keinen direkten Vergleich. Als es dann soweit war, dass auch die anderen Produkte ausgepackt werden wollten, fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Es war, als hätte ich der Medusa ins Angesicht geschaut und ward alsgleich zu Stein verwandelt worden. Mit trostlosem Herzen saß ich da und wollte nicht wahr haben, wie mich Joyetech verführte. Tatsächlich passiert es sehr oft, dass man einem Produkt gut gesinnt ist, bis man dann den Vergleich machen kann. Ein weiterer Punkt, warum der E-Zigaretten Test so wichtig ist.

Das was die Joyetech Penguin versprochen hat, wird von E-Zigaretten wie dem Smok Stick oder der Eleaf iJust Nexgen gehalten.

Besagte Schattenseiten sind vorrangig auf den Coil zurückzuführen. Dieser hat gleich mehrere zu verurteilende Eigenschaften inne. Hier lohnt es sich sogar, eine Liste anzulegen:

  • Hohe Ausfallrate von neuen Coils; es kokelt selbst bei sachgemäßer Handhabung gerne mal.
  • Geschmacklich verfälscht: Der JVIC Coil gibt einen metallischen Beigeschmack ab. Selbst der 1.25 Ohm JVIC Coil kann geschmacklich nicht positiv auffallen. Höheren Widerständen spricht man in der Regel eine geschmackvollere Note zu.
  • Trotz geringen Widerstands eher geringe Dampfentwicklung (bei 0.25 Ohm JVIC Coil).

Der nächste Bitte.

Die ATOPACK Penguin ist als E-Zigarette nicht in der Lage der Realität zu begegnen und muss Anwender mit hübscher Aufmachung locken. Ist ein Gerät nicht in der Lage das zu tun, wofür es letztlich geschaffen wurde, können wir keine Kaufempfehlung aussprechen und müssen eher mahnende Worte an Joyetech richten. Wenn das so weiter geht, hat Joyetech keine Zukunft. Für uns als Anwender ist diese Aussicht jedoch nicht sonderlich wichtig. Wir konnten die gewünschte Einfachheit in Konkurrenzprodukten auffinden. Sowohl der SMOK Stick V8, als auch die Eleaf iJust Nexgen machen alles richtig.

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